Kürbisrisotto oder wie Reis zur Passion wird

Hallo meine Lieben, es ist schon wieder Mittwoch, ab jetzt wird es jeden Mittwoch ein Rezept auf dem Blog geben. Endlich! Regelmäßiger Content. Ein wenig Planung macht es möglich. Beginnen möchte ich mit meinem persönlichen Soulfood, Risotto. Genauer gesagt einem Kürbisrisotto.

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“Risotto, der oder das Risotto ist ein norditalienisches Breigericht aus Reis, das in verschiedenen Variationen zubereitet wird. Kennzeichnend für fast alle Zubereitungsarten ist, dass Mittelkornreis und Zwiebeln in Fett angedünstet werden und in Brühe garen, bis das Gericht sämig ist, die Reiskörner aber noch bissfest sind. “

Das sagt Wikipedia. Ich definiere es viel kürzer, genauer gesagt mit einem Wort.

AMORE!!!!

Denn genau das ist Risotto, Liebe, die Liebe zum Kochen, die Liebe für feine Geschmacksnuancen, die Liebe für hochwertige Zutaten, die Liebe zum Essen und die Liebe zum Leben.

Risotto kochen ist wie Liebe machen, du konzentrierst dich voll auf dein Gegenüber, gehst auf seine Wünsche ein und bringst es zum Kochen 🙂

Leckere Walnusskerne bringen den Crunch ins Risotto

Ein guter Risotto braucht einfach viel Zuwendung und Aufmerksamkeit.

Und das gebe ich dem Risotto gerne.

Es braucht auch gar nicht viele Zutaten, ganz im Gegenteil, das meiste davon dürftet ihr zu Hause haben. Für mein Kürbisrisotto braucht ihr (wenn ihr auch eine 3-4 köpfige Familie seid und kleine Kinder habt):

Die Zutaten

  • einen Hokkadio Kürbis
  • 1 Schalotte
  • 1l guten Gemüsefond
  • 250 ml Weißwein
  • 600g Risotto Reis
  • Schnittlauch
  • eine handvoll Walnusskerne
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl, Muskat, Zimt
  • Butter
  • einiges an Pecorino 🙂
  • und ein wenig Geduld
Kürbisrisotto von Kochmalwieder

Zuerst würfelt ihr die Zwiebeln klein und schneidet den Hokkaido Kürbis in mundgerechte Stücke, oder wenn ihr mögt auch sehr fein.

Parallel dazu könnt ihr bereits den Fond erhitzen und in einem breiten Topf ein wenig Butter und Olivenöl langsam erhitzen.

Den Risotto Reis stelle ich mir auch schon immer abgewogen parat. Ebenso eine Karaffe mit dem Wein.

Habt ihr also alles gechnippelt und vorbereitet könnt ihr zuerst die Zwiebeln in eurer Butter-Öl Mischung anschwitzen ohne das diese Farbe bekommen. Sie sollen schön glasig werden. Wer mag kann natürlich auch ein wenig frischen Knoblauch dazu geben, bei diesem Rezept würde ich es aber nicht empfehlen. Sind die Schalotten glasig, gebt ihr die Kürbisstücke dazu und schwenkt diese für ca. 5 Minuten in der Zwiebel-Butter-Öl-Mischung (puuuh langes Wort :-))

Dann gebt ihr auch den Reis dazu und schwenkt diesen ca. 1 Minute mit. Warum? Darum! Spaß beiseite, das sorgt zum einen für mehr Aroma und zusätzlichen Geschmack im Risotto und zum anderen wird beim kurzen Rösten der Reiskörner die Stärke gebunden. So verhinderst du, dass die Körner später beim Kochen aneinander kleben. Eigentlich ganz einfach 🙂 Dann gebt ihr nach und nach unter Rühren den Weißwein zu.

Ist Rühren das große Geheimnis des perfekten Risotto

Und da sind wir schon beim Hauptthema. Rühren.

Auch wenn es überall heißt, Risotto solle kontinuierlich gerührt werden, muss man es ja nicht übertreiben. Rührst du zu viel, wird Luft unter das Risotto gemischt, was es wiederum runterkühlt und klebrig werden lässt. Überhaupt nicht rühren ist aber auch keine gute Idee, denn dann besteht die Gefahr, dass der Reis am Boden des Topfes anpappt und anbrennt.
Du siehst schon, die richtige Mischung macht es.

Es ist wichtig, den Reis in Bewegung zu halten, du musst aber nicht verbissen Kreise mit dem Kochlöffel im Topf ziehen. Durch das Rühren reiben die Reiskörner aneinander und die Stärke löst sich. Dadurch wird das Risotto schön cremig. Du darfst aber durchaus deinen Armen zwischendurch mal eine Pause gönnen – dein Risotto verkraftet es.

Inzwischen duftet es schon verführerisch. Das Kürbisrisotto ist fast fertig

Nun lässt du den Reis nach und nach die Flüssigkeit aufsaugen und den Geschmack aufnehmen. Aber wie lange fragt ihr euch. Bis er ganz weich ist?

Bitte nicht, denn genau wie Pasta kann Reis schnell verkochen. Das Ende vom Lied ist dann ein milchreis-ähnlicher Brei, der mit den Worten sämig, cremig und bissfest nichts mehr zu tun hat – und mit Risotto schon mal gar nichts. Die Reiskörner sind meist schon nach knapp 15-20 Minuten gar, sollten dann aber noch körnig und wie Pasta al dente sein. Wenn sich das Risotto zähflüssig wie Lava von deinem Kochlöffel bewegt, ist die Konsistenz ideal. Kannst du Türmchen oder andere Figuren damit formen, ist irgendwas schief gelaufen. 😉 (auch wenn ich tatsächlich damit ab und an Türmchen baue, allerdings mit diversen Tricks :-))

Kurz vor Ende der Garzeit rührt ihr nun noch eine Flocke Butter unter und gebt geriebenen Pecorino je nach Geschmack dazu und rührt es langsam unter. Mit Liebe eben.

Il Risotto è pronto

Am Ende gebt ihr nun noch vor dem Servieren Walnusskerne, ob ihr diese röstet oder nicht überlasse ich euch, und gehackten Schnittlauch über das Risotto. Und il risotto è pronto. Der Risotto ist fertig. Und kann mit viel Liebe genossen werden.

il risotto è pronto.

Viel Spaß beim nachkochen. Zeigt mir doch auf Instagram eure Ergebnisse: @kochmalwieder, verlinkt mich einfach.

In diesem Sinne, eine schöne Restwoche und guten Appetit

Euer Chris

Es wäre schön wenn ihr mir folgt

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